Hungern macht keinen Sinn

Hungern macht keinen Sinn

Für viele Menschen ist Hungern ein Teil ihre Abnehm-Strategie. Sie sind der Meinung, wenn ich nichts esse, nehme ich automatisch ab. Das scheint auf den ersten Blick auch durchaus sinnvoll, erweist sich bei näherem Hinsehen jedoch als kontraproduktiv. Zwar verliert man durch Hungern an Gewicht, dies löst im Körper jedoch Vorgänge aus, die letztlich zu mehr Gewicht führen.

Hunger, Notfallstrategien aus der Urzeit

Zu Beginn der Menschheitsgeschichte war der Überlebenskampf von immer wiederkehrenden Hungerperioden geprägt. Zeiten des Überflusses wurden von Zeiten des Mangels abgelöst. Unser Organismus reagierte auf Hungerphasen mit einer Umstellung des Stoffwechsels. Der Körper schaltet während einer Hungerkur auf Sparflamme um und reduziert die Vorgänge im Körper auf das Notwendigste. Er baut in Notzeiten die Fettreserven ab, speichert dann jedoch die Energie sofort wieder in Form von Fettpolstern ab. Nur so war es möglich, längere Perioden ohne Jagderfolge zu überleben. Leider sind diese Vorgänge in unserem Erbgut nach wie vor gespeichert. Wer hungert, löst die gleichen Vorgänge aus wie unsere Vorfahren in der Steinzeit.

Warum Hungern nichts nützt

Wenn wir dem Körper die Nahrung über längere Zeit entziehen, schaltet er auf „Sparflamme“. Zwar bauen wir in dieser Zeit Fettreserven ab, aber das ist nicht von Dauer. Unser Organismus rechnet mit einer langen Hungerphase und fährt alle Funktionen herunter. Sobald wieder Nahrung da ist, also die Hungerkur zu Ende ist, bunkert der Körper Fett für weitere Notzeiten. Zudem gewöhnt sich unser Körper an die Zufuhr von weniger Kalorien. Am Ende der Fastenzeit speichert er die „normale“ Essensmenge dann in Form von Fettreserven an Bauch, Oberschenkeln oder Hüften ab. Das bedeutet, dass Hungern nicht nur nichts bringt, im Gegenteil, es wird mehr Fett denn je in die körpereigenen Depots wandern.

Mangelerscheinungen als Folgen des Hungerns

Neben dem Mangel an Essen an sich kann es während einer Hungerkur zu eklatanten Mangelerscheinungen kommen. Werden keine Vitamine und Mineralstoffe zugeführt, leidet der Körper einen echten Mangel. Erscheinungen wie brüchige Fingernägel oder eine fahle Haut sind dann nur die äußeren Zeichen eines Ernährungsmangels. Um zu funktionieren, benötigt unser Organismus eine ausgewogene Ernährung mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

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