Moderne Hypnosemethoden und ihre Wirkung

Moderne Hypnosemethoden und ihre Wirkung

Im Rahmen der Hypnose gibt es eine Fülle an Verfahren und Methoden. Im Grunde lässt sich fast jedes System in der Psychotherapie kombinieren. Der Vorteil dieser Behandlungsform liegt auf der Hand. Denn anders als bei einer Therapie mit Medikamenten sind bei der Hypnose keine Nebenwirkungen zu erwarten. Gerade bei der Gewichtsreduktion oder bei der Rauchentwöhnung setzen immer mehr Menschen auf diese Form der Behandlung. Zu den Methoden, die ein Therapeut anwenden kann, gehört etwa die Klopftechnik EFT (Emotional Freedom Technique). Gerade bei der Behandlung von Phobien hat sich diese Technik als sehr wirksam erwiesen. Neben der EFT gibt es aber zahllose weitere Hypnosetechniken, in den folgenden Abschnitten wollen wir einen kurzen Überblick über diese Techniken geben. Wir erklären, wie sie funktionieren und zu welchen Zwecken sie am sinnvollsten einzusetzen sind.

Suggestionen, der einfache Weg zum Unterbewussten

Eine der einfachsten Methoden der Hypnose ist die sogenannte Suggestion. Das Ziel einer Suggestion ist es, Veränderungen im Unterbewusstsein des Patienten zu erreichen. Dies geschieht durch eine ständige Wiederholung von Aussagen. Zu diesem Zweck wird meist ein Text vorgelesen, während der zu Behandelnde sich in Trance befindet. Diese Form der Hypnose eignet sich besonders dafür, festgefahrene Verhaltensweisen zu ändern. Zwar ist die Suggestion allein nicht unbedingt sehr wirksam, sie ist in der Regel aber ein fester Bestandteil einer Hypnosebehandlung. Eine einfachere Form der Suggestion ist die sogenannte Selbstsuggestion. Wie der Name schon sagt, kann sie jeder an sich selbst anwenden. Auch hier ist es das Ziel, festgefahrene Verhaltensweisen und Gedankengänge aufzulösen und zu verändern.

Visualisierungen, Bilder im Kopf

Bei einer Hypnosebehandlung arbeiten die Therapeuten nicht nur mit Suggestionen, sondern auch mit Visualisierungen. Der Patient soll sich bestimmte Situationen bildlich vorstellen. Die dabei entstehenden positiven Gefühle erzeugen ein Gefühl des Wohlbefindens. Welches Bild dabei im Kopf entsteht, ist ganz unterschiedlich. Manche Patienten stellen sich einen Strand in der Südsee vor, andere befinden sich währenddessen im Wald oder sogar in der Wüste. Wichtig ist, dass die Szenerie für den Menschen mit einem Gefühl der Entspannung und des Wohlbefindens verbunden ist. Diese Form der Hypnose wird auch von Zahnärzten angewandt. Sie nutzen die Visualisierung um Patienten, die keine Narkose vertragen, Schmerzen bei der Behandlung zu ersparen. Das funktioniert aber auch bei solchen Personen, die aus Angst vor dem Arzt oft jahrelang keine Praxis mehr besucht hatten. Der Sinn einer Visualisierung ist es, diese guten Gefühle in eine als schmerzhaft und belastend empfundene Situation zu transportieren. Dies führt zu einer Reduzierung der Belastung, Angst und Stress werden so durch die selbst gewählten Bilder und Gefühle ersetzt.

Analytische Hypnose, Ängste erkennen und beseitigen

Es gibt Verfahren im Rahmen der Hypnose, die als sehr nachhaltig gelten. Es handelt sich dabei um die verschiedenen analytischen oder aufdeckenden Hypnoseverfahren. Dabei versucht der Therapeut, ins Unterbewusstsein vorzudringen. Dort liegen in der Regel die Wurzeln vieler Ängste versteckt. Es kann sich dabei um traumatische Erlebnisse zu handeln. Oft liegen diese Erlebnisse viele Jahre zurück und sind dem Betroffenen selbst kaum mehr bewusst. Die Aufgabe der analytischen Hypnose ist es, diese Erlebnisse hervorzuholen und sie aufzuarbeiten. Um die Therapie erfolgreich zu gestalten, stehen verschiedene Regressionstechniken zur Verfügung.

Bei der Aufarbeitung alter Ängste und traumatischer Erfahrungen hat sich die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen als sehr wirkungsvoll erwiesen. Jeder Mensch verfügt über viele unterschiedliche Persönlichkeitsanteile. Manche davon bestimmen ob wir uns zum Beispiel vor bestimmten Tieren oder Situationen ängstigen. In der Behandlung gilt es, diese Anteile an der Persönlichkeit so zu beeinflussen, dass sie nicht länger die Oberhand über unser Verhalten haben. So gibt es Menschen, die auf eine belastende Situation mit Stress reagieren. Oder, die dann automatisch zur Zigarette greifen oder den Kühlschrank plündern. So mancher Erwachsener reagiert auf bestimmte Tiere mit Angstgefühlen. Meist liegt dieser Angst ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit zugrunde.

Das Ziel der Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen (Parts Therapy) ist es, Ereignissen aus der Vergangenheit ihren Schrecken zu nehmen. Damit werden die unterschiedlichen Persönlichkeitsanteile identifiziert und harmonisiert. Dadurch treten die Ängste und Beschwerden in den Hintergrund, sie sind nun nicht mehr in der Lage, das Leben und Handeln zu dominieren.

Hypnose, mehr als nur ein Verfahren zur Behandlung von Krankheiten

Im Rahmen der Hypnose gibt es eine Vielzahl an Methoden und Verfahren. Ein guter Therapeut wird diese so einsetzen und kombinieren, dass sie dem Patienten den größtmöglichen Nutzen bringen. Viele haben Angst, wenn es um Hypnose geht. Sie kennen nur die zur Schaustellung von Menschen während einer Bühnenshow. Bei einer echten Hypnose muss niemand fürchten, zum willenlosen Werkzeug des Hypnotiseurs zu werden. Echte Hypnose ist in der Lage, tiefsitzende Probleme zu identifizieren und zu lösen.

Bild: © hyperworx – Fotolia.com

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